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25.03.2026

Hundewelpen im Keller: Halter darf keine Tiere mehr betreuen

Dem Halter von Hundewelpen, die von der Polizei aus einem Keller in Berlin-Köpenick befreit worden sind, ist das Halten und Betreuen von Tieren untersagt. Das hat das Verwaltungsgericht (VG) Berlin in einem Eilverfahren entschieden.

Anfang Januar 2026 nahm die Polizei dem Antragsteller 14 Hunde der Rasse "Französische Bulldogge" – zwölf Welpen und zwei Muttertiere – fort, die dieser teilweise in einem dunklen, verschmutzten Kellerraum gehalten hatte. Einige der noch unter acht Wochen alten Welpen waren von ihrem Muttertier getrennt, einen hatte der Antragsteller einer Kaufinteressentin mitgegeben.

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick ordnete daraufhin gegen den Antragsteller ein Haltungs- und Betreuungsverbot an und verfügte die Veräußerung der Hunde. Hiergegen legte dieser bei der Behörde Widerspruch ein und begehrte gerichtlichen Eilrechtsschutz.

Das VG Berlin hat den Antrag zurückgewiesen. Der Bescheid sei rechtmäßig. Tierhalter hätten die Pflicht, ihre Tiere verhaltensgerecht unterzubringen. Hierzu gehöre, dass Hundewelpen erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Dieser Pflicht habe der Antragsteller wiederholt und grob zuwidergehandelt. Die Trennung habe den Welpen, die sich aufgrund ihres Alters in einem besonders sensiblen Stadium befunden hätten, erhebliche Leiden zugefügt. Die fehlende Einsicht des Antragstellers in die Tierschutzwidrigkeit seines Verhaltens zeige, dass ihm die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Tierhaltung fehlten. Ihm sei daher die Haltung und Betreuung sämtlicher Tiere verboten.

Gegen den Beschluss ist Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt worden.

Verwaltungsgericht Berlin, Beschluss vom 10.03.2026, VG 17 L 89/25, nicht rechtskräftig